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Das ist die Geschichte von Berry und seiner Artgenossenaggression.

Wir gingen wirklich treu und tapfer über Jahre hinweg in diverse Hundeschulen (zuletzt 5 Jahre in die gleiche). Berry's Gehorsam wurde immer besser und besser, aber an unserem eigentlichen Problem, seiner Unverträglichkeit gegenüber anderen Hunden hat sich wirklich fast nichts geändert. Jahrelang lief er bei den Gruppenstunden am Rande mit, bellte sich die Seele aus dem Leib und es tat sich nichts.

Bis dann...

... meine liebe Arbeitskollegin Andrea hat sich fast ein halbes Jahr redlich bemüht, mich zu überreden, mit Berry in die Spiel- und Raufergruppe des Tierheims Spreng in Reichelsheim zu fahren. Da dies auch nicht gerade "um die Ecke" ist und ich eher ein "Hosenschisser" bin, habe ich lange gezögert. Aber am 30. Juli 2011 war es dann soweit. Berry ins Auto und ab nach Reichelsheim.

Fast wäre alles kurz nach unserer Ankunft vorbei gewesen. Es war ein schöner Tag und es war wirklich viel los auf der Spreng. Ich hatte Berry im Auto gelassen, um mir das Ganze erst mal anzusehen. Da stand ich nun am Zaun des Auslaufs - viele Hunde, viele Menschen, ein entsprechender Geräuschpegel und ich daneben, der die Knie schlotterten. Ich wollte mich schon wieder verdrücken, aber viele liebe Menschen haben mich an der Hand gefasst und so nett begrüßt, dass die Anwandlung alsbald vorbei war.

Dann war da noch die Hürde, meinen Berry aus dem Auto zu holen. Auch da konnte ich mich auf die lieben Menschen verlassen. Ich wurde nicht allein gelassen und Matthias lief mit mir zum Auto. Berry durfte endlich raus, Matthias begrüßen und dann bekam er seinen Maulkorb auf. Ich überließ es Matthias, Berry das 1. Mal auf den Platz zu führen. Mir zitterten die Hände und Knie - wie sollte ich meinem Hund Zuversicht geben, wenn ich keine hatte?

Das Bild, als Berry dastand auf dem Platz, ohne Leine, mit Maulkorb und von 4-5 neugierigen Hunden beschnuppert wurde, werde ich nie vergessen. Den Mittag erlebte ich wie im Traum. Wenn ich nicht die vielen Bilder gemacht hätte, wüsste ich so gar nicht mehr viel, denn so wirklich aufnahmebereit war ich nicht. Nur eines hab ich mir gemerkt. Ute Heberer, die gute Seele, Tierheimleiterin und Inhaberin der Hundeschule "Hundecampus Odenwald" musste Berry keine 10 Sekunden sehen. Dann hatte sie ihr Urteil gefällt und sie lag wieder goldrichtig: "Der ist nicht aggressiv!"

Ab diesem Zeitpunkt lernte ich meinen Bären von einer ganz anderen, fremden aber superschönen Seite kennen.

Natürlich war nicht alles "eitel Sonnenschein". Gerade zu Beginn musste Berry kapieren, dass er nichts dabei verloren hat, wenn andere Hunde sich in die Wolle bekommen. Auch musste und muss er erst lernen, dass es für ihn kein Grund zur Aufregung oder gefährlich ist, wenn andere Hunde spielen. Aber da er ja ein cleveres Kerlchen ist, bekommen wir dies auch noch in den Griff.

Danke Andrea, dass du mich beackert hast.
Danke Ute, dass du sofort an das Gute in Berry geglaubt hast und
danke an all die lieben Menschen in der Raufergruppe, die sofort an uns geglaubt und mitgefiebert haben und die mich so gut verstehen. 

Bilder vom 1. Mal Raufergruppe

Bilder vom 2. Mal Raufergruppe - Papa war dabei

Der 13. August war nochmal ein ganz besonderer Tag. Ich wähnte mich sicher, als sich Ute von der Seite "anschlich". "Du, der Berry ist so brav, dem können wir den Maulkorb abnehmen!" 

Schock. Sofort war mein Blutdruck wieder im nicht meßbaren Bereich und mein Puls irgenwo jenseits der 200! Ich sagte Ute klipp und klar: " Wenn du ihm den Mauli abnehmen möchtest, bitte sehr. Ich kanns nicht."

Und sie nahm ihm den Maulkorb direkt ab. Und was soll ich sagen, danach war auch nichts anders als vorher (außer dass ich schweißgebadet war...). Mein Held Berry hat sich hervorragend benommen.

Seht selbst...

Und ganz zum Schluss noch eine Bitte:
Sollte sich dies jemand aus meiner alten Hundeschule ansehen. Bitte freut euch einfach und versucht nicht, alles schlecht zu reden. Das wäre wirklich toll.

Solltet ihr euch nicht freuen, sondern nur darauf warten, dass etwas passiert: kein Mensch zwingt euch, meine Homepage anzusehen, mit meinem Hund zu laufen oder mit mir zu reden und ihr dürft eure Meinung ruhig für euch behalten. Danke.

An alle andern, die sich freuen: vielen Dank für euren Zuspruch und die guten Worte und dass ihr euch "traut", euch mit meinem "Monster" einzulassen.

Alles weitere könnt ihr in der Rubrik Berrry und Freunde, die demnächst entsteht, verfolgen.

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